Wirtschaftsprüfer ✓Rechtsanwälte ✓ Steuerberater ✓ und Unternehmensberater ✓: Vier Perspektiven. Eine Lösung. …
Wirtschaftsprüfung und prüfungsnahe Beratung von Unternehmen ✓ Erfahrene Prüfer ✓ Exzellente Beratung ✓ …
Rechtsberatung für Unternehmen ✓ Erfahrene Rechtsanwälte ✓ Exzellente juristische Beratung ✓ Maßgeschneiderte …
Steuerberatung für Unternehmen und Familienunternehmen ✓ Erfahrene Steuerberater ✓ Exzellente Beratung ✓ …
Unternehmensberatung für Unternehmen ✓ Erfahrene Consultants ✓ Exzellente Beratung ✓ Maßgeschneiderte Lösungen » …
BFH stärkt Nutzung des Bodenrichtwerts für Agrarflächen
European Defence Fund – mehr als ein Förderinstrument
Automatisierung macht Accounting zur Steuerungsbasis
EU-Taxonomie: Delegierter Rechtsakt im EU-Amtsblatt veröffentlicht
Baker Tilly auf der Structured FINANCE: Expertise für Ihre Finanzierungsstrategie
Baker Tilly baut Beratung im Bereich Immobilienbewertung weiter aus
Neue Hinweispflicht für Arbeitgeber bei Einstellung aus Drittstaaten
Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien – ein erster Überblick
Warum Strukturentscheidungen über Erfolg entscheiden
Datentransfer beim Handel mit Indien: Das müssen Unternehmen wissen
Unternehmen, Technologie und Recht – Das kommt 2026 auf Sie zu
IKT-Risiken beim Einsatz von KI: Neue BaFin-Orientierungshilfe
Branchenübergreifende Expertise für individuelle Lösungen ✓ Unsere interdisziplinären Teams kombinieren Fachwissen …
Neuer DAWI-Freistellungsbeschluss: Das sind die wesentlichen Änderungen
DAWI-Freistellungsbeschluss: Neue Fördermöglichkeiten für erschwinglichen Wohnraum
Neuregelungen für Betreiber von Stromerzeugungsanlagen
Individuelle Beratung ✓ maßgeschneiderte Lösungen von Experten aus Wirtschaftsprüfung, Steuer-, Rechts- & …
Baker Tilly bietet ein breites Spektrum individueller und innovativer Beratungsdienstleistungen in an. Erfahren …
Baker Tilly startet mit vier neuen Partnern in das Jahr
Neuer Partner im Bereich Forensic Services: Baker Tilly baut Beratung aus
Baker Tilly in Deutschland erneut mit zweistelligem Umsatzwachstum
Die Energiepreislandschaft steht seit dem 16. November 2023 erneut im Fokus, da das Bundeskartellamt mehrere Prüfverfahren gegen einzelne Stadtwerke und Fernwärmeversorger eingeleitet hat. Der Verdacht auf möglicherweise missbräuchlich überhöhte Preise und der Verstoß gegen Energiepreisbremsen-Gesetze werfen Fragen zu den Auswirkungen auf die Verbraucher auf. Die Forderungen nach Transparenz bei der Preisgestaltung werden immer lauter.
Im Zentrum der Prüfverfahren stehen die Preisanpassungsklauseln sowie die dahinterliegenden Indizes, die von Fernwärmeversorgern verwendet werden. Diese Klauseln unterliegen strengen, rechtlichen Vorgaben und sollen die allgemeine Marktentwicklung (das sogenannte Marktelement) sowie die Kosten für die bei der eigenen Wärmeerzeugung eingesetzten Energien verursachungsgerecht abbilden (das sogenannte Kostenelement).
Was genau ist passiert?
Den Fernwärmeanbietern wird vorgeworfen, möglicherweise Wettbewerbsbeschränkungen zu praktizieren oder überhöhte Preise zu verlangen. Das Bundeskartellamt prüft, ob es Anhaltspunkte für unfaire Praktiken gibt, die den Wettbewerb behindern könnten. Es geht dabei um die Frage, ob die Fernwärmeanbieter ihre marktbeherrschende Stellung ausnutzen, um Preise festzulegen, die nicht dem tatsächlichen Aufwand entsprechen oder den Verbrauchern keine Wahlmöglichkeiten bieten. So wird mehreren Unternehmen vorgeworfen, andere als durch ihre Indizes abgebildete Energieträger für die Preisbildung zu verwenden, konkret: den Erdgas-Index, obwohl bei der Wärmeerzeugung erneuerbare Energien eingesetzt wurden. Infolge sind die Fernwärme-Preise für Verbraucher vor dem Hintergrund der Energie-Krise deutlich in die Höhe gestiegen.
Derzeit werden verschiedene Lösungen diskutiert, um die Situation im Fernwärmemarkt zu verbessern. Eine Möglichkeit besteht darin, den Wettbewerb zu stärken, indem beispielsweise der Zugang für neue Anbieter erleichtert wird. Dadurch könnten mehr Unternehmen in den Markt eintreten und für mehr Auswahl und Wettbewerb sorgen. Eine andere Option ist die Einführung von transparenten Preisregulierungen, um überhöhte Preise zu verhindern. So wird aktuell über die Einführung von Vergleichsportalen diskutiert, um mit Preisübersichten politischen Druck auf Versorger auszuüben.
Das Bundeskartellamt prüft nun verschiedene Geschäftsmodelle im Fernwärmesektor, einschließlich des Contractings, bei dem über die reine Wärmebereitstellung hinaus zusätzliche Dienstleistungen angeboten werden.
Akut ist jedoch, dass derzeit Sammelklagen gegenüber Fernwärmeanbietern zugelassen werden, die die Fernwärmeversorger verpflichten, die Kalkulationen offenzulegen und nachzuweisen, dass die Indizes und damit die resultierenden Preise nicht missbräuchlich angesetzt beziehungsweise berechnet wurden.
Nach dem Wegfall der Energiepreisbremsen sind weitere Anstiege bei den Fernwärme-Preisen zu beobachten, obwohl gleichzeitig die Energiekosten gesunken sind. Für viele Verbraucher sind diese Entwicklungen nicht mehr nachvollziehbar, sodass die Forderungen nach Transparenz bei der Preisgestaltung immer lauter werden und Klagen nicht mehr ausgeschlossen werden.
Die Fernwärme-Preise werden regelmäßig überprüft und müssen vom Fernwärmeanbieter gerechtfertigt werden. Eine transparente und verursachungsgerechte Kostenaufstellung unter Berücksichtigung des Markt- und Kostenelements ist hierfür elementar. Des Weiteren empfehlen wir eine juristische Überprüfung der Verträge auf AVBFernwärmeV-Konformität. Wir bieten Ihnen hierbei gerne unsere Unterstützung an.
Unsere Expertise in der Energiewirtschaft und unsere maßgeschneiderten interdisziplinären Leistungen setzen wir gerne für Sie ein – Melden Sie sich einfach!
Alle Beiträge anzeigen