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Ohne CFO kann Buchhaltung in Unternehmensgruppen schnell ins Leere laufen. Klare Prozesse und einheitliche Vorgaben sichern die Steuerungsfähigkeit in Beteiligungsstrukturen.
In Beteiligungsstrukturen, Portfoliogesellschaften oder wachsenden Unternehmensgruppen ist das Fehlen einer eigenen Finanzleitung nicht ungewöhnlich. Häufig liegt die Verantwortung für das Rechnungswesen bei der Geschäftsführung oder operativen Einheiten – in manchen Fällen ist das Accounting sogar vollständig ausgelagert.
Was auf den ersten Blick effizient wirkt, kann sich im Alltag als strukturelles Risiko erweisen: Fehlende Schnittstellen zwischen Accounting, Steuerberatung und Beteiligungsebene, unklare Zuständigkeiten bei Jahresabschlüssen oder Reportingpflichten und erheblicher Abstimmungsaufwand – besonders dann, wenn externe Anforderungen zunehmen.
Eine fehlende Finanzleitung bedeutet nicht zwangsläufig ein Defizit – vorausgesetzt, das Accounting ist klar strukturiert und professionell eingebunden. Gerade in Portfoliostrukturen mit mehreren Beteiligungen oder Beteiligungsphasen ist entscheidend, dass die buchhalterischen Prozesse nicht nur formal korrekt, sondern auch inhaltsbezogen abgestimmt sind.
Das betrifft u. a.:
In vielen Portfoliogesellschaften funktioniert die Buchhaltung operativ zuverlässig. Die Herausforderung entsteht an der Schnittstelle zur steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Einordnung. Typisch sind Fälle, in denen:
Diese Effekte sind selten Folge technischer Fehler – sondern das Ergebnis fehlender Struktur im Zusammenspiel zwischen Accounting und Eigentümerfunktion.
Eine eigene CFO-Funktion ist nicht zwingend notwendig – aber klare Rollen, standardisierte Prozesse und verlässliche Kommunikationswege schon.
Die Beteiligungsebene muss sicherstellen, dass die operativen Einheiten:
Das gilt nicht nur für kapitalmarktorientierte Holdings – sondern ebenso für Familiengesellschaften mit Beteiligungen, Private Equity-Strukturen oder Unternehmensgruppen mit heterogener Führung.
Die Buchhaltung operativer Gesellschaften entfaltet ihren Wert nicht allein durch korrekte Zahlen – sondern durch ihre Einbindung in einen größeren Zusammenhang: steuerlich, bilanziell und strategisch.
Wo CFO-Strukturen fehlen, können klare Prozesse, externe Begleitung und definierte Schnittstellen helfen, die notwendige Steuerungsfähigkeit dennoch herzustellen.
Entscheidend ist nicht, wer im Organigramm steht – sondern wer die Verantwortung übernimmt.
Sie haben Fragen dazu? Sprechen Sie uns gerne an.
Kerstin Winkler
Partner
Steuerberaterin
Marcel Radke
Steuerberater
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