In allen Branchen stehen Entscheider vor einer Vielzahl neuer, digitaler Möglichkeiten. Mobile Business, Social Media, Big Data, Business Analytics und Interaktion in Echtzeit bestimmen unseren Alltag. Startups und Hightech-Schwergewichte haben scheinbar mühelos ihre agilen und innovativen Geschäftsmodelle an den neuen Möglichkeiten ausgerichtet. Doch inwieweit lassen sich diese Technologien auf weniger flexible, traditionell geprägte Geschäftsmodelle übertragen? Es stellt sich die Frage, ob und in welchem Ausmaß ein Mehrwert aus der weiteren Digitalisierung gezogen werden kann? 

Unternehmen haben oftmals, trotz hoher Investitionen in den IT-Bereich, nicht die gewünschten Erfolge erzielen können. Die Gründe dafür sind vielfältig: Die organisatorische Rolle der IT im Unternehmen, Informationsverluste zwischen Fachbereich und IT sowie mangelhafte Steuerung von Inhalten und Risiken können beispielhaft genannt werden.

Es stellt sich im Kern die Frage nach der richtigen Einschätzung des digitalen Reifegrads sowie der konsequenten Ableitung von Investitionen und Maßnahmen hin zu einer neuen digitalen Ausbaustufe.

Digitale Transformation bedeutet für Baker Tilly, die Fähigkeiten Ihres Unternehmens mit Blick auf die digitale Welt schrittweise zu erneuern bzw. zu erweitern. In einem erprobten Ansatz helfen wir Ihnen, Chancen zu erkennen, Risiken zu managen und unterstützen Sie beim Weg in die digitale Welt von morgen

 

Daten: der Wegbegleiter für Wertschöpfung

Unternehmen haben in den letzten Jahren vielfältige Initiativen zur Nutzung von Daten gestartet. Teilweise mit bemerkenswerten Erfolgen und neuen Möglichkeiten zur Geschäftssteuerung und -entwicklung. Hierbei standen klassische BI-Anwendungen für Analyse, Planung, Reporting, Konsolidierung und Monitoring im Vordergrund. Sie haben die Gewinnung, Bündelung und Überwachung von Informationen für eine nachhaltige Unternehmenssteuerung im besonderen Fokus. 

Business Intelligence Landschaften verändern sich zunehmend durch Big Data, Advanced Analytics und andere technologische Neuerungen. Zudem ändern sich der tägliche Umgang mit Daten und die Anforderungen an die Werkzeuge zur Datenanalyse. Moderne Self-Service-BI-Lösungen sind einfach und intuitiv in der Anwendung und ermöglichen den Fachbereichen, direkt mit den Daten zu arbeiten. Unternehmen müssen ihre BI- und Datenstrategie anpassen.

Wir möchten Sie mit unserer Expertise unterstützen und halten für den nachhaltigen Erfolg von BI- und Analytics-Projekten ein stark business-orientiertes Vorgehensmodell für erforderlich.

Unser Ansatz stellt vier Bausteine in den  Vordergrund, die wir mit unseren Mandanten analysieren, sowie eine BI- und Analytics-Strategie und eine Roadmap daraufhin ausprägen.

  • Technologie- und Datenmanagement: Sind Plattform und Tools zukunftsfähig? Mit welcher Software können die fachlichen Anforderungen umgesetzt werden?
  • Informationsmanagement: Erfüllt das bestehende Berichtswesen die Anforderungen? In welchem Umfang soll Self-Service genutzt werden?
  • Governance und Richtlinien: Welcher Ordnungsrahmen besteht? Sind Rollen wie Data Owner und Steward etabliert?
  • Organisation, Führung, Kultur und Mitarbeiter: Wird die Datenstrategie von den Führungskräften getragen? Soll die Stelle eines   (Chief Data Officer) geschaffen werden?

Gemeinsam mit unseren Mandanten optimieren wir nicht nur die fachlichen Prozesse und Aktivitäten, in denen BI-Lösungen verwendet werden, sondern stellen auf der Grundlage der identifizierten Anforderungen auch die spätere Umsetzung sicher.

Ihre Ansprechpartner

Marion Regnery
Senior Managerin, Prokurist

Petra Weichel
Senior Manager

Der Begriff „Digitalisierung“ ist derzeit in aller Munde. Häufig werden entsprechende Diskussionen aber nur sehr oberflächlich geführt und dann sehr pauschale Aussagen getroffen, wie „Wir sind zu spät.“ oder „Wir sind nicht schnell genug.“. Die konkreten inhaltlichen Ausgestaltungen sowie Implikationen auf unternehmerische Prozesse, insbesondere auch im Finanz- und Rechnungswesen, lassen hingegen so manche Diskussionen vermissen. 

Der Endverbraucher ist unlängst umgeben von der Digitalisierung. Smartphones und Tablets sind Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs und kaum wegzudenken. Neue, effiziente Funktionen vereinfachen das Leben stetig und verkürzen signifikant die Zeit für mühselige Aufgaben. Doch was im privaten Umfeld als normal erachtet wird, wird auf Unternehmensebene teilweise noch wenig gelebt. Besonders in der Buchhaltung stapeln sich noch immer Berge von Papierrechnungen, die in langwierigen Abläufen abgearbeitet werden müssen. Der Übergang zu Scanning-Lösungen wurde zwar bereits teilweise vollzogen, eine vollständige Digitalisierung des Geschäftsprozesses ist jedoch immer noch die Ausnahme. Dies ist umso verwunderlicher, da entsprechende Projekte sich in der Regel sehr schnell amortisieren und bereits seit rund 5 Jahren keine umsatzsteuerrechtlichen Hindernisse mehr bestehen. 

Durch die Neufassung des § 14 Absatz 1 und 3 UStG durch das Steuervereinfachungsgesetz 2011 vom 1. November 2011 sind die umsatzsteuerrechtlichen Regelungen für elektronische Rechnungen zum 1. Juli 2011 neu gefasst worden (vgl. auch das zugehörige BMF-Schreiben vom 2. Juli 2012 zur Vereinfachung der elektronischen Rechnungsstellung). Hierdurch ist die Nutzung elektronischer Rechnungen (E-Invoicing) erheblich vereinfacht worden. Seitdem können u.a. auch Rechnungen, die per E-Mail übermittelt werden, zum Vorsteuerabzug berechtigen. Sowohl bei der Papierrechnung als auch bei elektronischen Rechnung müssen lediglich die Echtheit der Herkunft, die Unversehrtheit des Inhalts und die Lesbarkeit der Rechnung gewährleistet werden. Papierrechnung und elektronische Rechnung werden somit umsatzsteuerrechtlich seit dem 1. Juli 2011 gleich behandelt. 

Der mögliche prozessuale, bspw. kreditorische Ablauf lässt sich nun – vereinfacht dargestellt – wie folgt gestalten: Die Rechnung gelangt als digitale Datei in die Buchhaltung und wird automatisch im System validiert. Es folgen ein automatische Zuordnung zur Bestellung und zum Wareneingang und anschließend die Buchung. Manuelle Eingriffe sind lediglich zur Klärung von Problemen oder Rückfragen und ggf. zur finalen Freigabe notwendig. Abschließend erfolgt die automatisierte Zahlung. 

Das Format der elektronischen Rechnung unterscheidet sich bisweilen jedoch erheblich und variiert u.a. je Region und Branche des Unternehmens. Eine Kompatibilität ist selten gegeben, vielmehr führen die unterschiedlichen Normen, insbesondere auch im internationalen Kontext, zu Komplexität, Rechtsunsicherheit und zusätzlichen Betriebskosten. Um dieser Problematik entgegenzuwirken, haben das Europäische Parlament und der Rat mit der EU-Richtlinie 2014/55/EU beschlossen, dass die elektronische Rechnungsstellung (bei öffentlichen Aufträgen) ab 2018 nur noch über ein einheitliches Format erfolgen soll. 

Von deutscher Seite aus forciert das Forum für elektronische Rechnung die Entwicklung eines solchen einheitlichen Formats und hat mit ZUGFeRD (Zentraler User Guide des Forums elektronische Rechnung Deutschland) im Jahr 2014 eine entsprechende Lösung vorgestellt. Aktuell steigen die Nutzerzahlen und Softwarelösungen, die das Format unterstützen, kontinuierlich. Ein Standardvorgehen („one fits all“) zur Implementierung des elektronischen Rechnungsformats ist jedoch nicht ratsam und hängt vielmehr erheblich von den unternehmensspezifischen Parametern und Geschäftsprozessen ab. Eine Erhebung der systemseitigen, organisatorischen und prozessualen Strukturen ist daher unerlässlich, um Handlungsfelder und Umsetzungsaufwand zu identifizieren und zu quantifizieren. 

Baker Tilly berät seit Jahren Unternehmen bei der Optimierung ihrer Prozesse im Finanz- und Rechnungswesen. Unser Expertenteam entwickelt dabei stets Lösungen, die individuell und passgenau auf Ihr Unternehmen zugeschnitten sind. Eine umfassende Branchenexpertise und hohes Maß an gelebter Interdisziplinarität runden unseren Beratungsansatz ab. Für Fragen zu dem Thema E-Invoicing stehen Ihnen unsere Berater gerne zur Verfügung. Sprechen Sie uns an! Wir freuen uns über den Dialog mit Ihnen.

Ihre Ansprechpartner

Thomas Klunk
Wirtschaftsprüfer, Steuerberater
Partner