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A&A Telegram IFRS

EU übernimmt Änderungen an IAS 1 und IAS 8, ISSB-Entwürfe zur Nachhaltigkeitsberichterstattung, IDW zu ESG-bezogenen Aspekten in IFRS-Abschlüssen

In unserem A&A Telegram IFRS informieren wir Sie regelmäßig zu allen relevanten News und Entwicklungen rund um das Thema internationale Rechnungslegung.

ISSB veröffentlicht Entwürfe für Nachhaltigkeitsberichterstattung

Das International Sustainability Standards Board (ISSB) hat einen Entwurf für wettbewerbsfähige und globale Mindeststandards an die Nachhaltigkeitsberichterstattung entworfen und publiziert. Sie sind in Anlehnung an die Anforderungen der G20 entstanden und wurden seit 2020 entwickelt.

Der Entwurf des IFRS S1 geht dabei auf generelle Informationen zum Thema Nachhaltigkeit ein und hat zum Ziel, die Natur der für die Unternehmen bestehenden Nachhaltigkeitseinflüsse zu beschreiben sowie die Strategien zu umreißen. Ein Datum zur Erstanwendung ist noch nicht geplant.

Der Entwurf des IFRS S2 dreht sich schwerpunktmäßig um klimabezogene Faktoren und soll die Unternehmen auffordern, Informationen über die Chancen und Risiken aus klimabezogenen Fakten auszuweisen. Der Standard unterscheidet aktuell zwischen physischen Risiken aus der sich ändernden Umwelt sowie der Einflussnahme auf den Ausstoß von Emissionen in die Umwelt.

Eine Erstanwendung der beiden Standards ist aktuell noch nicht terminiert. Kommentierungen werden bis zum 29. Juli 2022 angenommen.

Zur Übersichtsseite der beiden Standards gelangen Sie hier

 

EU übernimmt die Änderung an IAS 1 und IAS 8

Im Amtsblatt vom 3. März 2021 hat die Europäische Union mit der Verordnung (EU) 2022/357 die Änderungen an IAS 1 und IAS 8 in EU-Recht übernommen. Damit soll herausgestellt werden, dass nur die wesentlichen Rechnungslegungsmethoden künftig im Abschluss erwähnt werden sollen.

Als wesentlich werden sie dann definiert, wenn sie zu wesentlichen Transaktionen oder Sachverhalten im Abschluss in Zusammenhang stehen. Der Fokus soll zudem mehr auf individuelle Rechnungslegungsmethoden gelegt werden.

Die geänderten IAS 1 und IAS 8 sind ab Geschäftsjahren anzuwenden, die ab dem 1. Januar 2023 beginnen.

Weitere Informationen finden Sie hier

 

IDW veröffentlicht Fragen und Antworten zur Berücksichtigung von ESG-bezogenen Aspekten in IFRS-Abschlüssen

Mit der Veröffentlichung möchte das IDW in die noch vorhandene Lücke im IFRS Regelwerk erste Auswirkungen auf die IFRS Abschlüsse darstellen.

Es werden die möglichen Auswirkungen auf verschiedene Bilanzpositionen sowie die entsprechenden Angabepflichten diskutiert, sowohl auf Aktiv- als auch auf der Passivseite.

Weitere Informationen finden Sie hier

 

IDW veröffentlicht fachlichen Hinweis zu den Auswirkungen des Ukraine-Kriegs

Das IDW hat eine Klarstellungen bezüglich der Wertbegründung und Wertaufhellung nach IAS 10 und der daraus möglicherweise folgenden Nachtragsberichterstattung veröffentlicht.

Die kritische Betrachtung der Going Concern-Prämisse wird möglicherweise notwendig.

Weitere Informationen finden Sie hier

 

IASB Update Januar 2022

Folgende Themen standen im Januar 2022 auf der Agenda des IASB:

Performancekennzahlen des Managements
Vorläufige Entscheidung, dass verstärkte Begründungen für das Heranziehen der gewählten Kennzahlen des Managements berichtet werden sollen, einschließlich der Berechnungsweise und der Erläuterung der Sinnhaftigkeit.

Folgende Themen blieben ohne Entscheidungen des Boards:

  • Arbeitsplan des IASB
  • Business Combination unter gemeinsamer Kontrolle
  • Wechselkurse bei erschwerter Verfügbarkeit der Währung
  • IFRS Taxonomie

Weitere Informationen finden Sie hier

 

IFRS Interpretation Committee Februar 2022

Im Februar traf das IFRIC folgende Entscheidungen:

TLTRO III Transaktionen
Finale Entscheidung, keine Anpassungen beim Ausweis zu den TLTRO III Transaktionen (Targeted longer-term refinancing operations) der EZB vorzunehmen. Gefragt war unter anderem auch, ob diese Transaktionen eine Zuwendung der öffentlichen Hand beinhalten. Dies hat das IFRIC nicht explizit beantwortet.

Bilanzierung von negativem Emissionsguthaben
Vorläufige Entscheidung, dass es dem Grunde nach bei dem Vorliegen von negativem Emissionsguthaben (in diesem Falle aus einem staatlichen Klimaschutzprogramm) zu einer Rückstellungsbildung nach IAS 37 kommen kann. Dies sei in IAS 37 bereits ausreichend geregelt.

Weitere Informationen finden Sie hier

 

IASB Update Februar 2022

Folgende Themen standen im Februar 2022 auf der Agenda des IASB:

Finanzinstrumente mit Eigenkapitalcharakter
Vorläufige Entscheidung, dass ein Modell entwickelt werden soll, das Bilanzierenden hilft, eine bessere und zielgerichtetere Zuordnung der Finanzinstrumente zu Eigenkapital oder Fremdkapital zu erreichen. Der Fokus liegt auf den Zahlungsströmen, die in der Bestimmungsgewalt der Gesellschaft liegen. Diese Entscheidung wurde sehr knapp mit 7 von 12 Stimmen getroffen.

Post Implementation Review zu IFRS 10-12
Das IASB hat entschieden, dass der PIR zu IFRS 10 bis 12 ausreichend erfolgt ist und wird einen Abschlussbericht verfassen.

Bilanzierung von regulatorischen Vermögenswerten und Schulden
Vorläufige Entscheidung, dass der ED/2021/1 im Wesentlichen beibehalten werden soll. Zudem gibt es ergänzende Klarstellungen zu den Themen „Anwendungsbereich“, „Ansatz“ und „Voraussetzungen“.

Folgende Themen blieben ohne Entscheidungen des Boards:

  • Dynamisches Risikomanagement und der Einfluss auf die IFRS
  • Ausweisinitiative

Weitere kleinere, vorläufige Entscheidungen zu den Themen Primary Financial Statements und IFRS für KMUs und Bestätigung der Anpassungen für IFRS 16 zu Sale- and Leaseback-Agreements mit Erstanwendung ab GJ beginnend mit dem 01.01.2024.

Weitere Informationen finden Sie hier

 

IFRS Interpretation Committee März 2022

Special Purpose Acquisition Companies (SPAC)

  • Das IFRIC diskutierte zwei Fragen. Eine davon bezog sich auf die Klassifizierung von Aktien als Eigen- oder Fremdkapital. In dem spezifischen Fall waren diese, den oftmals bei SPACs gewählten Regelungen identisch, nach einer gewissen Zeit ohne Erwerb eines Targets der Gesellschaft rückzahlbar. Das IFRIC stellte fest, dass es hierbei auf die Entscheidung der Anteilseigner ankommen kann, wofür eine spezielle Regelung im IAS 32 fehle. Die Frage soll im FICE Projekt (Financial Instruments with Characteristics of Equity) des IASB behandelt werden.
  • Die zweite Frage handelt von der Bilanzierung von Warrants eines erworbenen SPAC. Hier ging es darum, dass das SPAC selbst keinen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 darstellt, sodass es wie der Erwerb von einzelnen Vermögenswerten darzustellen sei. Das IFRIC hat entschieden, dass die bestehenden Standards, namentlich IAS 32, IFRS 9 sowie IFRS 2 hierfür ausreichende Regelungen bieten.

Verzicht auf Leasingzahlungen
Die gestellte Frage drehte sich um eine Restrukturierung eines Leasingvertrages, bei denen Zahlungen fällig, aber noch nicht geleistet waren. Hierbei war fraglich, ob das Wertminderungsmodell auch auf die Leasingforderung angewandt werden muss. Dem IFRIC nach ist das der Fall, auch die Anpassung in Folge der Restrukturierung ist im Leasingvertrag entsprechend den allgemeingültigen Regeln darzustellen. Das IFRIC sieht hierzu keinen weiteren Regelungsbedarf.

Weitere Informationen finden Sie hier

 

IASB Update März 2022

Folgende Themen standen im März 2022 auf der Agenda des IASB:

IFRS 6
Entscheidung, die Weiterentwicklung des IFRS 6 auf den Projektplan mit aufzunehmen. Das Board möchte genauer erarbeiten, was die Abschlussleser für Informationen benötigen und was hiervon aktuell nicht durch den aktuellen Standard bereitgestellt wird. Zusätzlich sollen die Angaben zu Rechnungslegungsmethodenänderung im IFRS 6, Paragraph 13 + 14, gestrichen werde.

Business Combinations unter gemeinsamer Kontrolle
Vorläufige Entscheidung, den Projektplan anzupassen und zu betonen, dass es zukünftig stärker auf die Informationsbedürfnisse der empfangenden Unternehmen (zumeist der Reportingpflichtigen Einheit) ankommt. Mehr Erweiterungen in Bezug auf andere Unternehmen außer der empfangenden Unternehmen und Transaktionen, die keine Business Combination darstellen, wurden abgelehnt.

Unternehmen mit spezifischen Hauptgeschäftstätigkeiten
Vorläufige Entscheidung, dass weitere Richtlinien herausgegeben werden sollen, damit Unternehmen genauer ihre Hauptgeschäftstätigkeit identifizieren können. Die Festlegung der Hauptgeschäftstätigkeit sei keine Annahmen, sondern ein Fakt und soll sich an beobachtbaren Faktoren orientieren.

Folgende Themen blieben ohne Entscheidungen des Boards:

  • Post Implementation Review IFRS 9
  • Finanzinstrumente mit Eigenkapitalcharakter
  • Management Kommentierung im Abschluss

Weitere Informationen finden Sie hier

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