Wirtschaftsprüfer ✓Rechtsanwälte ✓ Steuerberater ✓ und Unternehmensberater ✓: Vier Perspektiven. Eine Lösung. …
Wirtschaftsprüfung und prüfungsnahe Beratung von Unternehmen ✓ Erfahrene Prüfer ✓ Exzellente Beratung ✓ …
Rechtsberatung für Unternehmen ✓ Erfahrene Rechtsanwälte ✓ Exzellente juristische Beratung ✓ Maßgeschneiderte …
Steuerberatung für Unternehmen und Familienunternehmen ✓ Erfahrene Steuerberater ✓ Exzellente Beratung ✓ …
Unternehmensberatung für Unternehmen ✓ Erfahrene Consultants ✓ Exzellente Beratung ✓ Maßgeschneiderte Lösungen » …
Baker Tilly-Studie: Mittelstand warnt vor Führungslücke durch KI
Zoll beim Import nach Deutschland: 5 wichtige Aspekte für koreanische Unternehmen
Vorsicht bei unwiderruflicher Freistellung mit pauschaler Anrechnung von Urlaub und Überstunden
Baker Tilly baut Capital Markets Group mit neuem Partner Philipp Jahn aus
EU-Taxonomie: Delegierter Rechtsakt im EU-Amtsblatt veröffentlicht
Haftung für KI-Inhalte: LG München I nimmt Betreiber in die Pflicht
Baker Tilly begleitet Verkauf von Sport Signage an LIVE·TEAM
Pillar 2 im Praxisbeispiel: Erklärungspflichten bei abweichendem Wirtschaftsjahr
Baker Tilly berät Maxburg beim Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an Scora Liquidity
Neuer C5-Standard: Anforderungen und Änderungen für Cloud-Anbieter
Cyber Resilience Act: Neue Anforderungen für Hersteller, Importeure und Händler
NIS-2-Reformpaket: Entlastungen für den Mittelstand geplant
Branchenübergreifende Expertise für individuelle Lösungen ✓ Unsere interdisziplinären Teams kombinieren Fachwissen …
Baker Tilly begleitet CERTANIA bei der Übernahme von InnoDiab
Baker Tilly berät encoviva-Gruppe bei Partnerschaft mit Adenbeck
Neuer DAWI-Freistellungsbeschluss: Das sind die wesentlichen Änderungen
Individuelle Beratung ✓ maßgeschneiderte Lösungen von Experten aus Wirtschaftsprüfung, Steuer-, Rechts- & …
Baker Tilly bietet ein breites Spektrum individueller und innovativer Beratungsdienstleistungen in an. Erfahren …
Baker Tilly ausgezeichnet: Platz 1 im Mittelstand
Baker Tilly setzt dynamisches Wachstum in Deutschland auch künftig eigenständig fort
Stiftungsbericht 2025 veröffentlicht
Deutschlands Mittelstand steht vor einem strategischen Dilemma: Seine Top-Entscheider sehen Technologie als wesentlichen Treiber in der kommenden Dekade. Zugleich befürchtet jeder Zweite, falsch gesetzte Prioritäten zugunsten KI könnten sich bis 2035 als Wachstumsbremse erweisen. Im internationalen Vergleich weist Deutschland dabei den höchsten Grad an Skepsis auf, wenn es darum geht, den Spagat zwischen Technologieeinsatz und Talentförderung erfolgreich zu meistern.
Das zeigt die internationale Studie „The Mid-Market Maze“ der Beratungs- und Prüfungsgesellschaft Baker Tilly. Befragt wurden insgesamt 1.500 Führungskräfte in mittelständischen Unternehmen in neun Ländern, die zwischen 50 Millionen und einer Milliarde US-Dollar Umsatz erzielen.
„Führungskräfte des deutschen Mittelstands blicken deutlich kritischer als ihre internationalen Konkurrenten auf die kommende Dekade“, sagt Ralf Gröning, Managing Partner bei Baker Tilly und Co-Autor der Studie. „Unternehmen investieren zwar in KI, Automatisierung und digitale Transformation. Gleichzeitig wächst jedoch die Sorge, dass genau diese Technologien die Entwicklung künftiger Führungskräfte erschweren könnten.“
So erwarten 62 Prozent der deutschen Entscheider eine zunehmende Führungslücke, weil viele Einstiegs- und mittlere Managementpositionen durch KI verändert oder ersetzt werden. Gerade diese Positionen gelten traditionell als wichtige Entwicklungsstufen für den Führungsnachwuchs.
61 Prozent der befragten deutschen Entscheider sehen den zunehmenden Wettbewerb um hochqualifizierte, erfahrene Fachkräfte als größte Wachstumsbremse bis 2035. Zugleich bekennen 41 Prozent, dass ihr Unternehmen Mühe habe, mit dem Tempo des technologischen Wandels Schritt zu halten. Beide Werte liegen knapp über dem internationalen Durchschnitt.
Weltweit zeigt die Studie eine wachsende Unsicherheit darüber, wie Unternehmen technologische Effizienz und menschliche Führungsqualitäten künftig in Einklang bringen können. Mehr als die Hälfte der Befragten befürchtet, dass klassische Managementkompetenzen auf der Strecke bleiben könnten.
„KI und Automatisierung verändern Geschäftsmodelle in rasantem Tempo; sie beeinflussen aber auch die Entwicklung der nächsten Führungsgeneration“, sagt Prof. Dr. Thomas Edenhofer, Managing Partner und Leiter des Geschäftsfelds Audit & Advisory bei Baker Tilly in Deutschland. „Mittelständische Unternehmen müssen ein neues Gleichgewicht finden: Technologie sollte Innovationen beschleunigen, ohne menschliche Fähigkeiten und Führungsstärken zu verdrängen.“
Dass sich Führung grundlegend verändern wird, davon sind die Unternehmen bereits überzeugt: 73 Prozent der deutschen Entscheider erwarten, dass KI bis 2035 neu definieren wird, was gute Führung ausmacht. Als wichtigste Fähigkeiten der Zukunft nennen sie Problemlösungskompetenz und Kommunikationsfähigkeit (jeweils 81 Prozent), den Umgang mit Unsicherheit (79 Prozent), strategisches Denken (77 Prozent) sowie Agilität (75 Prozent).
Trotz aller Herausforderungen blickt der deutsche Mittelstand insgesamt optimistisch in die Zukunft: 59 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass mittelständische Unternehmen bis 2035 große Konzerne in Sachen Innovation übertreffen werden. Mit diesem Optimismus liegen sie sogar leicht (3 Prozentpunkte) über dem internationalen Schnitt.
Gleichzeitig offenbart die Studie Nachholbedarf bei der Führungskräfteentwicklung. Nur ein Drittel der deutschen Entscheider sehen eine Priorität darin, Leadership-Kompetenzen voranzutreiben. Die Bereitschaft, in „People and Leadership“ signifikant zu investieren, fällt in Deutschland mit 65 Prozent spürbar niedriger aus als in allen anderen untersuchten Ländern.
„Wer den Faktor Mensch künftig in der Transformation vernachlässigt, riskiert langfristig spezifische Vorteile gegenüber der Konzernwelt einzubüßen. Die Herausforderung besteht darin, technologischen Wandel und menschliche Urteilskraft sowie Führungsqualität in Einklang zu bringen. Denn gerade in einer zunehmend technologiegetriebenen Welt werden menschliche Werte an Bedeutung gewinnen“, sagt Baker Tilly-Partner Gröning.
Über die Studie
Baker Tilly International hat 1.500 Top-Entscheider mittelständischer Unternehmen, mit einem Umsatz zwischen 50 Millionen und einer Milliarde US-Dollar sowie mehr als 100 Beschäftigten, in neun Ländern (Australien, Kanada, China, Frankreich, Deutschland, Indien, UAE, UK, USA) zu den drängendsten Herausforderungen bis 2035 befragt. Zu den untersuchten Branchenschwerpunkten zählten Real Estate und Construction, Financial Services, Manufacturing, Automotive und Transport sowie Healthcare und Life Sciences. Untersuchungszeitraum war von Dezember 2025 bis Januar 2026.
Alle Ergebnisse der Studie finden Sie hier.
Ralf Gröning
Managing Partner
Wirtschaftsprüfer, Steuerberater
Prof. Dr. Thomas Edenhofer
Sprechen Sie mit uns – einfach unverbindlich
Jetzt Kontakt aufnehmen
Alle Beiträge anzeigen