International Financial Reporting Standards (IFRS)

In einer immer komplexeren Welt der internationalen Rechnungslegung braucht es die Sicherheit eines erfahrenen und vorausschauenden Partners, der bestmögliche Lösungen für individuelle Anforderungen erarbeitet

Das übergeordnete Prinzip der IFRS besteht in der Vermittlung von Informationen über das berichtende Unternehmen, die für die Abschlussadressaten von entscheidungsrelevanter Bedeutung sind. Auf dem Weg zur Erreichung dieses Ziels sind die IFRS jedoch laufenden Änderungen und Überarbeitungen unterworfen, sodass die Anforderungen an die Bilanzierer immer umfangreicher und detaillierter werden. 

Neben dem unmittelbar betroffenen externen Rechnungswesen sind von den Fragestellungen rund um die IFRS auch viele weitere Bereiche eines Unternehmens betroffen, u. a. das interne Berichtswesen, IT-Prozesse, die Steuerabteilung, das Risikomanagementsystem und nicht zuletzt der Vertrieb, wenn es z. B. um die richtige Umsetzung der IFRS 15 Vorgaben in den Kundenverträgen geht. Um hier den „roten Faden“ für Ihr Unternehmen im Blick zu behalten, ist ein erfahrener Berater mit einem Team von Experten von entscheidender Bedeutung, um die eigenen personellen Ressourcen zu schonen und gleichzeitig einen frischen Blick von außen auf die eigenen Unternehmensabläufe und Prozesse zu bekommen. 

Wir sind Ihr professioneller Partner in diesem immer komplexeren Umfeld und freuen uns, Ihnen auf diesen Seiten einen Überblick über unsere Leistungen rund um die IFRS geben zu können. Unsere Kolleginnen und Kollegen der IFRS Practice Group freuen sich über Ihre Kontaktaufnahme und erarbeiten gemeinsam mit Ihnen heute die Lösungen, die Sie und Ihr Unternehmen nachhaltig weiterbringen: Now, for tomorrow!

IFRS: Aus unserem Newsroom

Beispiel-Szenario für die Auslösung einer IFRS-Bilanzierung

Unternehmen können unter verschiedenen Umständen verpflichtet sein, ihren Abschluss nach den internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS zu erstellen. Zudem kann ein IFRS-Abschluss freiwillig aufgestellt werden. Für europäische Mutterunternehmen sind die IFRS verpflichtend als Rechnungslegungsstandards für den Konzernabschluss anzuwenden, wenn sie kapitalmarktorientiert sind. Dies ist geregelt in Abs. 4 der Verordnung 1606/2002 des Europäischen Parlaments, die trotz der unmittelbaren Gültigkeit der Richtlinie durch § 315a Abs. 1 und 2 HGB in deutsches Recht umgesetzt wurde. Voraussetzung für eine verpflichtende Anwendung sind daher die Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses, die sich indes weiterhin aus dem nationalen Recht – in Deutschland §§ 290 bis 293 HGB – herleitet, und die Kapitalmarktorientierung. Die Kapitalmarktorientierung ist in Deutschland in § 264d HGB definiert und bezieht sich im Wesentlichen darauf, dass die Wertpapiere der Gesellschaft in einem beliebigen Mitgliedstaat der EU zum Handel in einem geregelten Markt (z. B. die Segmente des regulierten Marktes der deutschen Wertpapierbörsen) zugelassen sind. Dabei kann es sich um Eigenkapitaltitel aber auch um Schuldtitel der Gesellschaft handeln. Zudem gilt eine Gesellschaft als kapitalmarktorientiert, wenn eine Zulassung zu einem geregelten Markt in Deutschland beantragt wurde (§ 315a Abs. 2 HGB). 

Das deutsche Handelsrecht gestattet es zudem nicht-kapitalmarktorientierten Gesellschaften, ihre Konzernabschlüsse freiwillig nach den IFRS zu erstellen. Dies ist in § 315a Abs. 3 HGB geregelt. Danach entfällt durch die Aufstellung eines IFRS-Konzernabschlusses die Pflicht, einen Konzernabschluss nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB aufzustellen (sogenannter befreiender Konzernabschluss nach IFRS). Der Wunsch, einen befreienden IFRS-Konzernabschluss freiwillig zu erstellen, kann unterschiedliche Gründe haben: So könnten die Eigentümer an einer Vergleichbarkeit ihrer Abschlüsse mit ausländischen oder kapitalmarktorientierten Unternehmen interessiert sein oder (Fremd-)Kapitalgeber könnten einen solchen Abschluss, in dem vor allem im Anhang sehr detailliert zu berichten ist, zur besseren Informationsgewinnung über das Unternehmen verlangen. 

Der Konzernabschluss (und der Konzernlagebericht) ist von einem Abschlussprüfer zu prüfen (§ 316 Abs. 2 HGB). Dies gilt unabhängig vom verwendeten Rechnungslegungsstandard.

Aus der Verpflichtung bzw. der Entscheidung des Mutterunternehmens, den Konzernabschluss nach IFRS aufzustellen, ergibt sich aufgrund der im Konzern zu beachtenden einheitlichen Bilanzierung, dass auch die Tochtergesellschaften Abschlussdaten nach IFRS zur Verfügung stellen müssen. Dies geschieht regelmäßig, indem die Tochterunternehmen IFRS Reporting Packages an das Mutterunternehmen berichten müssen. Diese konzerninterne Berichterstattung besteht dann neben der Pflicht zur Rechnungslegung nach dem HGB. Je nach Größe der Tochtergesellschaft – absolut und im Verhältnis zum gesamten Konzern – sowie abhängig von der Inanspruchnahme von Befreiungsmöglichkeiten, sind der handelsrechtliche Jahresabschluss oder das IFRS Reporting Package oder beides durch einen Abschlussprüfer zu prüfen. 

Eine weitere Option, die IFRS anzuwenden besteht nach § 315a Abs. 3 HGB darin, anstelle des Jahresabschlusses nach HGB einen Einzelabschluss nach IFRS im Bundesanzeiger zu veröffentlichen. Dieser IFRS-Einzelabschluss kann allerdings im Hinblick auf den HGB-Jahresabschluss nicht befreiend sein, da ein Jahresabschluss nach HGB für die Zwecke der Ausschüttungsbegrenzung in jedem Fall aufzustellen ist. 

Unsere Services

Baker Tilly prüft bereits seit vielen Jahren die Konzernabschlüsse zahlreicher kapitalmarktorientierter Unternehmen und internationaler Unternehmensgruppen, die nach IFRS aufgestellt werden. Darüber hinaus beraten wir eine Vielzahl namhafter Unternehmensgruppen bei der IFRS-Abschlusserstellung. Daher kennen wir die komplexen Anforderungen, die mit einem IFRS-Abschluss einhergehen und wissen genau, wie man diese im Rahmen der Abschlussprüfung frühzeitig und effizient entspricht. Unser etablierter Prüfungsansatz garantiert die reibungslose und routinierte Durchführung von IFRS-Prüfungen.

Die Prüfung eines IFRS-Abschlusses erfordert vor allem eine in zeitlicher und inhaltlicher Hinsicht bestens strukturierte Prüfungsplanung. Dabei verstehen wir uns als Partner unserer Mandanten, der proaktiv und frühzeitig auf neue und komplexe Anforderungen, etwa durch neue IFRS-Standards einschließlich damit verbundener neuer Angabepflichten, hinweist. Die genaue Kenntnis von Geschäftstätigkeit und Vertragsgestaltungen ist für die Prüfung eines IFRS-Abschlusses unerlässlich. Deshalb verstehen wir die Prüfung als ganzjährigen Prozess, in dem wir kontinuierlich mit unseren Mandanten im Gespräch sind. 

Dabei stehen für uns die Erarbeitung praxisorientierter Lösungen und die Konzentration auf das Wesentliche im Vordergrund. 

Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, legen wir bei der Zusammenstellung eines Prüfungsteams sowohl bei nationalen als auch bei internationalen Prüfungen besonderen Wert darauf, dass Sie von Teams betreut werden, 

  • die das Umfeld von kapitalmarktorientierten, international agierenden Unternehmen bestens kennen, 
  • die über umfangreiche Erfahrungen mit IFRS verfügen,
  • deren Mitglieder einen Wirtschaftsprüfertitel nach jeweiligem Landesrecht haben und
  • die sich mit großem Engagement zuverlässig und nachhaltig in das Prüfungsprojekt einbringen. 
Unsere Services

Wir wissen um die Anforderungen in den sog. Enforcement-Verfahren der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR). Denn alle kapitalmarktorientierten Unternehmen können Gegenstand eines Prüfverfahrens der DPR werden. Die Einrichtung der DPR beruht auf der gesetzlichen Ermächtigung des § 342b HGB. Die Prüfverfahren der DPR werden entweder anlassbezogen, ohne Anlass aufgrund einer Stichprobenauswahl der DPR oder auf Verlangen der BaFin eingeleitet (§ 342b Abs. 2 Satz 2 HGB). Üblicherweise ist der zuletzt gebilligte IFRS-Konzernabschluss (sowie der Konzernlagebericht) im Fokus des Prüfverfahrens. Das Unternehmen wird schriftlich über die Prüfung durch die Prüfungsstelle informiert und aufgefordert, relevante Unterlagen zur Verfügung zu stellen. Folgend werden durch die DPR schriftlich Fragen zu bestimmten Bilanzierungssachverhalten gestellt. Zu diesen Fragen hat das Unternehmen detailliert Stellung zu beziehen. Abhängig von der Komplexität des Themas können Nachfragen der DPR in mehreren Fragerunden folgen. 

Wir entwickeln für unsere Mandanten proaktiv Verbesserungs- und Effizienzsteigerungspotentiale und informieren über und unterstützen bei vorbeugenden Maßnahmen im Hinblick auf mögliche Fragen der DPR. Diese sind etwa die frühzeitige Diskussion zur korrekten Anwendung der Vorschriften der IFRS in besonders kritischen und komplexen Bereichen oder die Erstellung von Dokumentation zu wesentlichen Bilanzierungsentscheidungen. Zudem stehen wir jederzeit als objektiver und herausfordernder Gesprächspartner zur Verfügung. Im Falle eines DPR-Prüfverfahrens begleiten wir unsere Mandanten bei allen Verfahrensschritten, zum Beispiel bei der Auswertung der vorhandenen Dokumentation, der Vorbereitung von Unterlagen und dem Verfassen von Antwortschreiben. Weiterhin unterstützen wir auch im Falle von Fehlerfeststellungen bei einer IFRS-konformen Änderung der bisherigen Bilanzierung sowie der Einrichtung von Systemen und Maßnahmen, mit denen künftige Fehlerfeststellungen vermieden werden. 

Unsere Services

Im Zuge von Kapitalmarkttransaktionen werden Prospekte (z. B. Börsenzulassungsprospekte, Verkaufsprospekte) erstellt, in denen zur Information potenzieller Erwerber von Wertpapieren Abschlüsse oder Teile davon und weitere Finanzangaben der Emittentin wiedergegeben sind.

Die Prospekt-Emittentin trägt die Verantwortung für die im Prospekt berichteten Finanzangaben und hat für die Richtigkeit dieser Angaben einzustehen.

Als eine Maßnahme zur Gewährleistung der Vollständigkeit und der Richtigkeit der Prospektangaben kann dem Emittenten die Einholung eines Comfort Letters dienen.

In dem Comfort Letter wird auf das Prüfungsergebnis von Abschlussprüfungen verwiesen und weitere Prüfungshandlungen, die für die Zwecke des Comfort Letters durchgeführt wurden, beschrieben.

Wir bieten Prüfungsleistungen, die im Rahmen eines Comfort Letters gefordert werden, an. Dazu gehören neben Prüfungen nach deutschen und internationalen Prüfungsstandards beispielsweise auch Review-Handlungen oder vereinbarte Prüfungshandlungen (Agreed Upon Procedures).

Unsere Services
  • Abschlusserstellung und IFRS Conversion
Neue Shareholder erwarten eine IFRS-Bilanzierung 

Neben einer gesetzlichen oder regulatorischen Pflicht zur Aufstellung eines IFRS-Abschlusses kann sich dieses Erfordernis auch schlichtweg aus den Anforderungen der Gesellschafter oder Investoren ergeben. Gerade Private-Equity-Investoren verlangen in der Regel von ihren Portfolio-Unternehmen die Aufstellung von IFRS-Abschlüssen, mindestens auf konsolidierter Ebene. 

Der Hintergrund ist leicht nachvollziehbar: Um eine Vergleichbarkeit der eigenen Portfolio-Investitionen herstellen zu können und um nicht Äpfel mit Birnen vergleichen zu müssen, sind einheitliche Rechnungslegungsstandards erforderlich und dies sind auf internationaler Ebene vor allem die IFRS. So geht in der Praxis recht häufig mit dem Erwerb eines Unternehmens durch PE-Investoren gleichzeitig die erstmalige IFRS-Bilanzierung einher. 

Zudem spielt in diesem Umfeld mit einem Investitionshorizont von ca. 3 bis 7 Jahren immer auch die Exit-Perspektive eine große Rolle. Ein potenzieller Investor, gerade aus dem nicht-deutschen Rechtsraum, tut sich meist mit HGB-Abschlüssen schwer und nimmt im Zweifel hohe Sicherheitsabschläge vom Kaufpreis vor. Diesem Risiko kann mit der proaktiven Erstellung von IFRS-Abschlüssen bereits einige Jahre vor dem Exit (i.d.R. empfiehlt sich eine IFRS-Historie von mindestens drei aufeinanderfolgenden Abschlüssen) begegnet werden. Ist anstelle des Verkaufs ein Börsengang geplant, sollte die Abschlusserstellung ebenso bereits frühzeitig auf IFRS umgestellt werden, denn auch hier ist eine Mindesthistorie an IFRS-Abschlüssen zwingende Voraussetzung. 

Unsere Services

Unser IFRS Leistungsspektrum: Was können wir für Sie tun?

Unsere IFRS-Experten begleiten Sie kompetent und zuverlässig bei sämtlichen relevanten Fragestellungen: von der Prüfung kapitalmarktorientierter Unternehmen über die Umstellung der Rechnungslegung von HGB auf IFRS im Vorfeld von Börsengängen oder Unternehmenstransaktionen bis hin zur Begleitung der Einführung neuer Standards der internationalen Rechnungslegung (z. B. IFRS 16):

Abschlusserstellung und IFRS Conversion

Die Umstellung der Rechnungslegung auf IFRS wirkt sich nicht nur auf die Finanzbuchhaltung eines Unternehmens aus, sondern hat auch enormen Einfluss auf die operativen Prozesse und Systemanforderungen. Angesichts der Vielzahl an benötigten neuen Informationen sind oftmals nahezu alle Unternehmensbereiche betroffen.

» Mehr zum Thema Abschlusserstellung und IFRS Conversion erfahren Sie hier.

Marco Brokemper
Wirtschaftsprüfer, Steuerberater
Partner

Odile Benecke
Steuerberaterin
Director

Gutachten und Stellungnahmen

Bei schwierigen Bilanzierungsfragen oder Fragen zur Anwendung neuer Standards, wie z. B. IFRS 16, kann es mit dem Abschlussprüfer, aber auch den Shareholdern und sonstigen Berichtsadressaten wie Kreditgebern hinsichtlich der richtigen bilanziellen Abbildung zu Diskussionen kommen. 

Daneben können auch Änderungen in der operativen Ausrichtung eines Unternehmens mit entsprechend erforderlichen Anpassungen von Verträgen oder der Aufbau neuer Geschäftsfelder die Ursache solcher Fragestellungen sein (z. B. Lieferverträge mit Servicekomponenten). Häufig sind dann weniger die einzelnen Bilanzierungsfragen selbst, sondern eher die bilanziellen Gesamtauswirkungen auf den Abschluss und damit auf die finanziellen Kennzahlen der eigentliche Hintergrund der Diskussion mit den Stakeholdern (insbesondere die absolute Höhe des EBITDA oder Bilanzkennziffern wie die Eigenkapitalquote).

Die Baker Tilly IFRS-Experten unterstützen Sie in solchen Fällen mit der Erstellung von Fachgutachten und Stellungnahmen zur bilanziellen Behandlung Ihrer Leistungen, Transaktionen und Vertragsbeziehungen mit Dritten. So erhalten Sie einen unabhängigen, frischen Blick, der die Thematik neu und unvorbelastet durch die bisherigen Diskussionen betrachtet, ggf. einen neuen Blickwinkel oder andere Argumente eröffnet und so zur Lösungsfindung beitragen kann. 

Aus den von uns verantworteten Abschlussprüfungen kennen wir zudem genau die Anforderungen, die Ihr Abschlussprüfer an Ihre Dokumentation schwieriger Bilanzierungsfragen stellt und können dies bei unseren Stellungnahmen gleich angemessen berücksichtigen. So können wir Sie und Ihre Mitarbeiter bestmöglich entlasten und Ihre internen Ressourcen schonen! 

Marco Brokemper
Wirtschaftsprüfer, Steuerberater
Partner

Impairment Test gemäß IAS 36

Nicht zuletzt die außerordentliche Höhe von Abschreibungen bei Geschäfts- oder Firmenwerten („Goodwill“) einzelner DAX-Konzerne im Rahmen der COVID-19-Pandemie verdeutlicht die Bedeutung des Impairment-Tests als wichtiger Bestandteil der IFRS Rechnungslegung. So liegt der Impairment Test nach IAS 36 wie schon im Vorjahr auch dieses Jahr im Prüfungsschwerpunkt der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung („DPR“).

Dabei fällt nicht nur der Goodwill in den Anwendungsbereich des IAS 36. Auch das Sachanlagevermögen, das übrige immaterielles Anlagevermögen, als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien sowie Beteiligungen sind unter den in IAS 36 definierten Umständen erfolgswirksam zu wertmindern. Neben dem IAS 36 enthält auch die vom Institut der Wirtschaftsprüfer („IDW“) publizierte Stellungnahme IDW RS HFA 40 Vorgaben an den Impairment Test.

» Mehr dazu erfahren Sie hier.

Nils Klamar
Chartered Financial Analyst (CFA)
Partner

Kaufpreisallokation nach IFRS 3

Im Rahmen von Unternehmenstransaktionen entsteht, nach den gängigen Rechnungslegungsstandards IFRS, HGB und US-GAAP, für das erwerbende Unternehmen durch Kontrollgewinn, die Pflicht zur Erstellung einer Kaufpreisallokation („Purchase Price Allocation“ – „PPA“). Die Rechnungslegungsstandards schreiben die Verteilung des Kaufpreises bzw. der übertragenen Gegenleistung auf die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, übernommenen Schulden und (Eventual-)verbindlichkeiten vor.

» Mehr dazu erfahren Sie hier.

Nils Klamar
Chartered Financial Analyst (CFA)
Partner

Maßgenschneiderte Workshops und Schulungen für Mitarbeiter

Die stetig steigenden Anforderungen der internationalen Rechnungslegungsstandards – einhergehend mit immer umfangreicheren lokalen Rechtsvorschriften – stellen gerade in Konzernen mit multinationalen Tochtergesellschaften die Mitarbeiter des Rechnungswesens vor immer größere Herausforderungen. Eine Vielzahl von Rechtsnormen und Vorschriften muss für unterschiedliche Berichtsebenen (Konzernabschluss, lokale Einzelabschlüsse, internes Reporting) beachtet und auf dem aktuellen Stand gehalten werden. 

Gerade die Einführung neuer oder die Änderung bestehender IFRS-Standards führt dann für die mit der Abschlusserstellung betrauten Mitarbeiter oftmals zu erhöhten Schwierigkeiten. Dabei sind sowohl das Verständnis der konkreten Anforderungen des jeweiligen Standards als auch Fragen zur spezifischen Umsetzung im eigenen Unternehmen die Kernaspekte. So könnte es z. B. erforderlich werden, die Vertragsbeziehungen mit Kunden auf Ihre bilanzielle Abbildung nach IFRS 15 zu untersuchen und ggf. in Verhandlungen mit den Kunden anzupassen, um nachteilige Bilanzierungskonsequenzen zu vermeiden. Ferner müssen ggf. auch Auswirkungen auf die Bilanzkennzahlen wie die Eigenkapitalquote eingehend untersucht werden. Diese Untersuchungen müssen vor dem Hintergrund der unternehmensinternen Informationsflüsse und Leistungsprozesse durchgeführt werden, sodass es meist nicht ausreicht, nur die Mitarbeiter aus Rechnungswesen und Controlling einzubinden. 

Ein frühzeitiges und praxisbezogenes Training ist daher unabdingbar, um einen reibungslosen Abschlusserstellungsprozess sicherzustellen. Dazu bieten wir exakt auf Ihre Bedürfnisse und Anforderungen zugeschnittene Trainings und Workshops an, um Sie und Ihre Mitarbeiter bestmöglich auf die nächste Berichtssaison und die kommenden Herausforderungen vorzubereiten. Diese können ausgewählte Standards der IFRS, Überleitungen von lokaler auf die internationale Rechnungslegung oder auch allgemeine Neuerungen für das nächste Geschäftsjahr umfassen. Gerne stellen wir Ihnen das Training „maßgeschneidert“ zusammen! 

Marco Brokemper
Wirtschaftsprüfer, Steuerberater
Partner

IFRS: Ausgewählte Publikationen

IFRS: Ihre Herausforderungen – unsere Lösungen

Baker Tilly Services zur Internationalen Rechnungslegung

Die vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen internationalen Rechnungslegungsvorschriften International Financial Reporting Standards (IFRS) regeln die Aufstellung international vergleichbarer Jahres- und Konzernabschlüsse, unabhängig von nationalem Recht.
Unsere IFRS-Experten begleiten Sie kompetent und zuverlässig bei sämtlichen relevanten Fragestellungen: Von der Prüfung kapitalmarktorientierter Unternehmen über die Umstellung der Rechnungslegung von HGB auf IFRS im Vorfeld von Börsengängen oder Unternehmenstransaktionen bis hin zur Begleitung der Einführung neuer Standards der internationalen Rechnungslegung (z. B. IFRS 16).

Praxis der IFRS-Berichterstattung

Eine empirische Analyse ausgewählter Anhangangaben mittelständischer Unternehmen in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Isabel von Keitz, Fachhochschule Münster.

- Management Summary -