Bundesministerium für Finanzen (BMF) veröffentlicht finale Fassung der GoBD

Erstellt von Baker Tilly | |  IT-Compliance

Das Bundesministerium für Finanzen (BMF) hat heute die "Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff (GoBD)" nunmehr final verabschiedet und veröffentlicht. Die neuen GoBD stellen in Teilen eine deutliche Verschärfung der Anforderungen dar.

Mit den GoBD, das hier auf der Internetseite des Bundesfinanzministeriums zum Download bereit steht, werden die Anforderungen an die Ordnungsmäßigkeit der IT-Systeme neu geregelt, die für die Zwecke der Rechnungslegung bei Unternehmen im Einsatz sind.

Die GoBD ersetzen die bisherigen

  • "Grundsätze ordnungsmäßiger DV-gestützter Buchführungssysteme (GoBS)" vom 07.11.1995 sowie die
  • "Grundsätze zum Datenzugriff und zur Überprüfbarkeit digitaler Unterlagen (GDPdU)" vom 16.07.2001.

Einbezogen wurden hierbei auch die in der Vergangenheit vom BMF veröffentlichten "Fragen und Antworten zum Datenzugriffsrecht der Finanzverwaltung". Ergänzend hierzu sollen noch "Ergänzende Informationen zur Datenträgerüberlassung" zur Verfügung werden, die noch weitere Details zu den im Rahmen des Datenzugriffs zu liefernden Daten erläutert.

Deutliche Verschärfung

Die neuen GoBD stellen in Teilen eine deutliche Verschärfung der Anforderungen dar. Insbesondere an eine notwendige (Verfahrens-)Dokumentation, die Unveränderbarkeit von Buchhaltungsdatum und Dokumenten sowie an die Protokollierung von Stammdaten sowie beispielsweise eines Erfassungsdatum (nicht Buchungsdatum).

Insofern gehe ich davon aus, dass hier entsprechender Handlungsbedarf bei vielen Steuerpflichtigen bzw. Unternehmen aber auch bei Softwareherstellern vorhanden ist.

Da die GoBD bereits für Veranlagungszeiträume, die nach dem 31.12.2014 beginnen gelten, rate ich dazu, sich kurzfristig mit den Auswirkungen zu beschäftigen und ggf. noch für das kommende Geschäftsjahr bzw. den dann beginnenden Veranlagungszeitraum notwendige Maßnahmen zu ergreifen.

Baker Tilly Roelfs hat für eine erste Statusbestimmung einen Quick Check entwickelt, mit dem kurzfrisitg Handlungsfelder mit entsprechenden Maßnahmen erarbeitet werden können.

Für etwaige Fragen dazu stehe ich stets sehr gerne zur Verfügung.