Urteil im Fall Heinz Müller: Befristete Verträge zulässig

Erstellt von Dr. Alexander Lorenz | |  Arbeitsrecht

Das Landesarbeitsgericht Mainz hat heute den Fall „Müller“ zugunsten der gängigen Vertragspraxis in den Profiklubs entschieden. Nach Auffassung der Mainzer Richter ist die Befristung von Spielerverträgen zulässig, weil die Eigenart der Arbeitsleistung bei Profifußballern unter Berücksichtigung der branchenspezifischen Besonderheiten des professionellen Mannschaftssports einen zulässigen sachlichen Grund für die Befristung von Arbeitsverträgen nach § 14 Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) darstellt.

Mit der Anerkennung dieses Sachgrunds ist die Rechtsprechung in jüngster Zeit sehr zurückhaltend umgegangen, weil Zweifel bestehen, ob Verträge mit Profisportlern grundsätzlich der für diesen Ausnahmetatbestand erforderlichen Abnutzung der Leistungsfähigkeit unterliegen.

Das LAG Mainz hat die Revision zum Bundesarbeitsgericht zugelassen, so dass hier das letzte Wort noch nicht gesprochen sein könnte. Beobachter gehen allerdings davon aus, dass Müller und Mainz 05 sich vorher einvernehmlich einigen werden.

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