Dennis Sagner

Dennis Sagner
Marketing & Communications

Büro Dusseldorf
+49 211 6901-1383

 Frank Schröder

Frank Schröder
Director, Head of Marketing & Communications

Büro Dusseldorf
+49 211 6901-1200

Newsletter abonnieren

Bleiben Sie immer auf dem neuesten Stand mit unseren Fach-Newslettern!

Newsletter abonnieren

Umsatzsteuer: EuGH - Der Umtausch der virtuellen Währung Bitcoin in konventionelle Währung und umgekehrt ist umsatzsteuerfrei

Mandanteninformation 3/2016

Der EuGH hat die digitale Internetwährung Bitcoin gestärkt. Es gebe keinen Grund, die Geschäfte mit der virtuellen Währung anders zu behandeln als Transaktionen mit gesetzlichen Zahlungsmitteln, entschieden die Richter mit Urteil vom 22.10.2015 (C-264/14). Auf die Umsätze im Zusammenhang mit dem Umtausch von Bitcoins in Euro oder andere konventionelle Währungen und umgekehrt soll daher keine Umsatzsteuer erhoben werden.

Der EuGH hat die digitale Internetwährung Bitcoin gestärkt. Es gebe keinen Grund, die Geschäfte mit der virtuellen Währung anders zu behandeln als Transaktionen mit gesetzlichen Zahlungsmitteln, entschieden die Richter mit Urteil vom 22.10.2015 (C-264/14). Auf die Umsätze im Zusammenhang mit dem Umtausch von Bitcoins in Euro oder andere konventionelle Währungen und umgekehrt soll daher keine Umsatzsteuer erhoben werden.

Bitcoins sind eine virtuelle Währung, die im Internet für Zahlungen zwischen Privatpersonen sowie in bestimmten Internetshops verwendet wird. Die Nutzer können diese Währung auf der Grundlage eines Wechselkurses kaufen und verkaufen.

In Schweden beabsichtigte ein Unternehmen, den Tausch von Bitcoins in normale Währungen anzubieten, wobei das Entgelt des Unternehmens im Unterschied zwischen dem An- & Verkaufspreis bestehen sollte. Mit den Finanzbehörden lag das Unternehmen im Streit, ob dieser gewerbliche Umtausch zum einen eine gegen Entgelt erbrachte Dienstleistung darstellt und ob dieser Umtausch ferner als von der Umsatzsteuer befreiter Umsatz (Vermittlung von Zahlungsmitteln) im Sinne des Art. 135 Abs. 1 Buchst. e) MwStSystRL gelte.

Der EuGH vertritt in seinem Urteil die Meinung, dass es sich bei den Umsätzen um Dienstleistungen im Sinne der Mehrwertsteuerrichtlinie handelt, da der Umtausch gegen Zahlung eines Entgeltes angeboten wurde. Zur zweiten Vorlagefrage führte der EuGH aus, dass es sich bei den streitgegenständlichen Umsätzen um solche handelt, die von der Mehrwertsteuer befreit sind, denn es handele sich um Umsätze im Zusammenhang mit Zahlungsmitteln, die als solches von bestimmten Internetnutzern akzeptiert würde. Gemäß EuGH sei es für die Steuerbefreiung von Finanzgeschäften unerheblich ob es sich um den Umtausch mit konventionellen Währungen oder virtuellen Währungen handelt.

Ansprechpartner

Zurück