Keine Pflicht zur Vergabe von lückenlos fortlaufenden Rechnungsnummern

|  Mandanteninformation 03/2018

Das Finanzgericht Köln hat mit Urteil vom 07.12.2017 (Az.: 15 K 1122/16) für den Fall der Gewinnermittlung durch Einnahmen-Überschuss-Rechnung entschieden, dass die Vergabe von fortlaufenden Rechnungsnummern keine Pflicht ist.

Das Finanzgericht Köln hat mit Urteil vom 07.12.2017 (Az.: 15 K 1122/16) für den Fall der Gewinnermittlung durch Einnahmen-Überschuss-Rechnung entschieden, dass die Vergabe von fortlaufenden Rechnungsnummern keine Pflicht ist. Im Streitfall hat das Finanzamt einen „Unsicherheitszuschlag“ festgesetzt, da der Unternehmer keine fortlaufenden Rechnungsnummern verwendet hat. Diese Entscheidung hält das FG Köln jedoch für rechtswidrig.

Bei den elektronischen Rechnungen des Unternehmers wurde ausschließlich eine Buchungsnummer verwendet. Diese Buchungsnummer wurde computergesteuert durch eine Kombination aus der Veranstaltungsnummer, dem Geburtsdatum des Kunden sowie dem Rechnungsdatum erzeugt. Jede Buchungsnummer wurde nur einmalig vergeben, es bestand aber zwischen den einzelnen Nummern kein numerischer Fortlauf.

Das Finanzamt sah hierin einen schwerwiegenden Mangel in der Buchführung und schlug daher auf den ausgewiesenen Gewinn einen „Unsicherheitszuschlag“ auf. Das FG Köln machte die Gewinnerhöhung rückgängig, da keine Pflicht bestehe, Rechnungsnummern nach einem lückenlosen, numerischen System zu erstellen.

Das Finanzgericht hat die Revision zum Bundesfinanzhof zugelassen.

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