Corona Update Tax: EU-Kommission empfiehlt Verlängerung der DAC 6-Meldefristen

|  BTadvice 2020-Q2

Unternehmen werden vermutlich drei weitere Monate Zeit haben, die neuen, aufwendigen DAC 6-Meldepflichten umzusetzen. Vor dem Hintergrund der zahlreichen operativen Schwierigkeiten, die Unternehmen mit der aktuellen Corona-Krise zu bewältigen haben, hat die EU-Kommission in der vergangenen Woche nunmehr doch eine klare Empfehlung für die Verlängerung der erstmaligen „DAC 6-Meldefristen“ ausgesprochen. Demnach empfiehlt die Kommission den EU-Mitgliedstaaten eine Verlängerung der Frist zum erstmaligen Austausch von Informationen bzgl. grenzüberschreitender Steuergestaltungsmodelle um einheitlich drei Monate zu verlängern.

Im Hinblick auf die Fristen würde das in Deutschland folgendes bedeuten:

 Ursprüngliche 
„erstmalige“ Meldepflicht 
Potenziell 
„angepasste“ Meldepflicht
Sachverhalt der „Übergangsphase“ 
(25.6.2018 – 30.6.2020)  
31. August 2020 30. November 2020
Sachverhalte der „Lebensphase“ 
(ab 1. Juli innerhalb von 30 Tagen) 
 30. Juli 2020    31. Oktober 2020

       
Die ausgesprochene Empfehlung bedarf noch einer ausdrücklichen nationalen Umsetzung. Die aktuell bereits innerhalb des Diskussionsentwurfs für ein BMF-Schreiben vom 2. März 2020 angesprochenen Übergangsregelungen (Verlängerung um einen Monat, vgl. Rz. 266ff) legen die Vermutung nahe, dass die neuen, verlängerten Fristen in Deutschland so in Kraft treten werden.
 

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