Corona-Krise: Freistaat Sachsen gewährt Kleinunternehmern Liquiditätshilfen

Erstellt von Sven Vollstädt | |  Blog

Der Freistaat Sachsen beabsichtigt, kleine Unternehmen und Freiberufler mit bis zu 5 Mitarbeitern und Sitz oder Betriebsstätte in Sachsen, die im Zusammenhang mit der Coronakrise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, finanziell zu unterstützen.

Nach Angaben des Sächsischen Wirtschaftsministeriums ist hierzu ein Sonderprogramm geplant, in dessen Rahmen 

  • zinslose, nachrangige Liquiditätshilfedarlehen von bis zu 50.000 Euro, in Ausnahmefällen bis zu 100.000 Euro, 
  • mit einer Laufzeit von bis zu acht Jahren, 
  • welche für die ersten drei Jahre tilgungsfrei zur Verfügung gestellt werden,

ausgereicht werden sollen. Entsprechende Anträge auf ein solches Liquiditätsdarlehen sollen bei der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank – (SAB) gestellt werden können. Dort geht man derzeit davon aus, dass eine Antragstellung im Laufe der kommenden Woche möglich sein wird. Derzeit, so die SAB auf ihrer Homepage, würden die erforderlichen Details geklärt und Voraussetzungen geschaffen, um eine Beratung sowie eine Antragstellung zu dem Sonderprogramm zu ermöglichen.

Sollten jedoch der Bund oder die EU während der Laufzeit des Programms ein Förderprogramm mit ähnlicher Zielrichtung für kleine Unternehmen und Freiberufler auflegen, so müsse dieses Programm vorrangig in Anspruch genommen werden.

Sachsens Wirtschaftsminister Dulig (SPD) ist sich dabei bewusst, dass die Liquiditätshilfen zwar ein erster Schritt seien, die Probleme aber möglicherweise nur in die Zukunft verschieben. Gegenüber dem Sender MDR Aktuell sagte Dulig am 19. März 2020, es werde sich zeigen, inwieweit man später nicht in der Lage sei, Darlehen zurückzuzahlen. Dass Sachsen bei den Rückzahlungen flexibel seien müsse, wisse man.
 

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