Baker Tilly Stiftung: Unterstützung für sieben gemeinnützige Projekte

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Bei über 20 Projektvorschlägen für die neue Fördersaison ist dem Stiftungsbeirat die Entscheidung nicht leichtgefallen. Dennoch freuen wir uns, folgende Projekte, diesmal sieben an der zahl, mit einer Förderung zwischen 1.500 und 2.000 Euro durch die Baker Tilly Stiftung zu unterstützen:

Inklusionschor „Einklang“
Im Chor „Einklang“ singen Behinderte und Nichtbehinderte gemeinsam. Der vom VDK eingerichtete Chor probt unter Leitung der Chorleiterin Martina Haupenthal jeden Dienstag in Riegelsberg. Hier singen Kinder und Jugendliche im Alter von vier bis 24 Jahren - mit Down-Syndrom, Autismus, kognitiven Einschränkungen und Mehrfachbehinderungen. Jedes Musikstück enthält Übungen - um Bewegungen besser zu koordinieren und Worte klarer zu artikulieren.

Müttertreff des ambulanten Kinder- und Jugendhospiz Halle 
Das ambulante Kinder- und Jugendhospiz Halle begleitet Familien, in denen ein Kind lebensverkürzend oder lebensbedrohlich erkrankt ist. Dazu gehören unter anderem Kinder mit Stoffwechselerkrankungen, genetischen Erkrankungen, unheilbaren neurologischen und onkologischen Erkrankungen. Das Angebot des Müttertreffs richtet sich an die Mütter der erkrankten Kinder und bietet ihnen Beratungs- und Bildungsveranstaltungen zu rechtlichen und gesundheitlichen Belangen des Lebens mit einem erkrankten Kind. Außerdem wird so ein Raum für Austausch, Trost und Halt der betroffenen Mütter untereinander geschaffen, in dem sie zu spenden durch die gemeinsame Zeit neue Kraft für den Alltag mit ihren lebensverkürzend erkrankten Kindern zu schöpfen. Mit einer zweijährigen Förderung durch die Baker Tilly Stiftung wird die Durchführung des Müttertreffs für 4 Jahre sichergestellt.

SoMA e.V. 
SoMA e.V. hilft seit fast 30 Jahren Kindern und Jugendlichen, die mit einer seltenen Krankheit geboren wurden – sie haben eine Fehlbildung bzw. fehlende Nervenzellen im Darmbereich und oft zusätzliche Begleitfehlbildungen von Herz, Niere oder anderen Organen. Ein Schwerpunkt der SoMA-Hilfe sind Seminare und Treffen für diese Kinder und Jugendlichen. Hier können sie sich unter Gleichgesinnten austauschen und erlernen, Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen. Für manche ist es sogar der erste Kontakt zu anderen Betroffenen oder das erste Mal, ohne Eltern zu übernachten.

Lichtblick Hasenbergl 
Lichtblick Hasenbergl betreut Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene von 1 bis 25 Jahren aus sozial schwachen und bildungsfernen Familien. Die Zielsetzung der Einrichtung ist eine nachhaltige Verbesserung der Lebenswelt und der Lebenschancen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die unter benachteiligenden Verhältnissen aufgewachsen sind.  Im Lichtblick werden derzeit 200 Kinder und Jugendliche betreut und gefördert. Im Alter zwischen 3 und 16 Jahren erhalten sie ein intensives sozialtherapeutisches Gruppentraining. Im letzten Schulbesuchsjahr wird die Beziehung zur Mitarbeiterin des Beratungs- und Unterstützungsangebotes Ausbildungsbegleitung (17 – 25 Jahre) aufgebaut. Hier erfolgt die kontinuierliche, individuelle Begleitung bis zum sicheren Einstieg in den Beruf. Flankiert wird die Versorgung und Förderung der jungen Menschen durch gruppenbegleitende Elternarbeit sowie gruppenübergreifende Elternkurse und niedrigschwellige Familienhilfe. Den Zugang sichern der stadtteiloffene Secondhandladen „Boutique“ sowie die täglich geöffnete Elternecke mit Beratungsmöglichkeit und Sprechzeiten in der Einrichtung.

Dominik-Brunner-Haus der Johanniter 
Das Dominik-Brunner-Haus der Johanniter hat zum Ziel, die ihm anvertrauten Kinder so zu fördern und zu stabilisieren, sodass sie sich trotz sozialer Benachteiligung positiv und erfolgreich in die Gesellschaft integrieren können. Ziel ist es zu versuchen, den oft bestehenden Kreislauf aus Armut, sozialer Benachteiligung, niedriger Bildung und begrenzter Integration in die Gesellschaft zu unterbrechen und einen Ausgleich für fehlende Bildungschancen zu bieten. Durch eine Atmosphäre von Geborgenheit und gegenseitiger Achtung und auf der Grundlage verlässlicher Beziehungen, sowie durch eine klare Struktursetzung und pädagogischer Förderung wird den Kindern die Möglichkeit gegeben, sich positiv weiterzuentwickeln und Selbst-Verantwortung zu übernehmen. Weiterhin geht es auch um die Schaffung einer Wertgemeinschaft mit einem Einbezug von verschiedensten kulturellen Hintergründen, die zunächst oder generell andere Werthaltungen vertreten.

Dialog Chancen des Aelius-Förderwerks
Im Rahmen des Mentoring-Programms "Dialog Chancen" werden Jugendliche aus benachteiligten Haushalten ab 14 Jahren durch eine(n) Mentor(in) unterstützt. In einem Matching-Prozess werden entsprechend der Interessen, dem Standort und den persönlichen Wünschen jeder/jedem Schüler(in) ein(e) Mentor(in) zugeordnet. Diese(r) Mentor(in) begleitet ihre(n) Mentee bis zum erfolgreichen Schulabschluss und dient als Ansprechpartner(in), Wegweiser(in) und unterstützt ihre(n) Mentee durch ihr persönliches und berufliches Netzwerk. Flankiert wird dieser Austausch durch ein ideelles Förderprogramm des Aelius-Förderwerks.

Beratungsstelle Nele
Die Beratungsstelle Nele in Saarbrücken wurde 1991 gegründet und bietet Hilfe und Beratung in Fällen sexueller Ausbeutung an. Sie klärt auch in Kindergärten und an Schulen auf, was Eltern, ErzieherInnen und LehrerInnen dazu beitragen können, dass aus Kindern keine Opfer werden. Das Projekt „Echte Schätze“ ist im Saarland 2014 gestartet. Die Lehrer und Erzieher sollen mit Hilfe einer Projektkiste mit den Kindern Selbstwertstärkung und den Aufbau eines positiven Selbstkonzepts spielerisch erarbeiten und damit die Prävention von sexuellem Missbrauch stärken.

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