IDW veröffentlicht Entwurf zur Prüfung von Systemen nach § 20 WpHG bei nichtfinanziellen Gegenparteien

Der Prüfungsstandard ist ein Resultat der Finanzmarktkrise und des dadurch verursachten Bestrebens einer stärkeren Regulierung des außerbörslichen (over the counter, OTC) Derivatemarkts. Mit der Prüfung der Einhaltung der Vorgaben aus der zu diesem Zweck erlassenen EU-Verordnung Nr. 648/2012 über OTC-Derivate, zentrale Gegenparteien und Transaktionsregister (EMIR, sogenannte EMIR-Compliance-Prüfung) sind in Deutschland Wirtschaftsprüfer betraut. Betroffen ist hiervon innerhalb der Energiebranche fachlich vor allem der Energiehandel.

Der Entwurf des Prüfungsstandards soll nach dem Willen des IDW zum einen Wirtschaftsprüfern sowie deren Mandanten einen Überblick darüber vermitteln, welchen aus der EMIR resultierenden Pflichten bzw. Anforderungen die Mandanten (als nichtfinanzielle Gegenpartei) unterliegen, die Derivatekontrakte einsetzen. Zum anderen wird in dem Papier dargelegt, welchen Mindestanforderungen Systeme zur Sicherstellung der Einhaltung der Anforderungen i.S.v. § 20 Abs. 1 Satz 1 WpHG bzw. EMIR durch nichtfinanzielle Gegenparteien nach Auffassung des IDW genügen müssen, um als geeignet im Sinne des Gesetzes angesehen und bescheinigt werden zu können.