Industrie-Report „Smart Home“

17.08.2016

Signifikantes Wachstumspotenzial im stark diversifizierten Markt für vernetzte Geräte in Wohnräumen

Die fortschreitende Digitalisierung und Vernetzung von Gegenständen (Internet of Things, kurz IoT) gilt als Wachstumsmarkt und lässt kontinuierlich neue Geschäftsmodelle und Dienstleistungen entstehen. Dies trifft auch auf die Vernetzung von Hausgeräten in Wohnräumen (Smart Home) sowie in kommerziell genutzten Gebäuden (Gebäudeautomation) zu. Obwohl gegenwärtig pro Haushalt lediglich wenige Geräte miteinander vernetzt sind, wird für das Jahr 2022 ein signifikantes Wachstum auf mehrere Hundert vernetzte Geräte pro Haushalt prognostiziert. Ein Smart Home-System besteht im Wesentlichen aus dem Zusammenspiel von Sensoren zur Erfassung von Umgebungszuständen (z. B. Raumthermostat) und Aktoren zur Ausführung einer Aktion (z. B. Heizungsregelung). Die zentrale Steuerungseinheit, die einem Router ähnelt und mit dem Internet verbunden ist, bündelt wiederum die Signale der Sensoren und schaltet die verbundenen Aktoren.

Die Einführung von Smart Home-Lösungen im deutschen Markt liegt bereits einige Jahre zurück. Obwohl sich die damaligen positiven Prognosen im Hinblick auf Durchdringung und Konsumentenakzeptanz bis heute nicht vollumfänglich bewahrheitet haben, scheint die Orientierungsphase überwunden zu sein. Trotz der gegebenen technischen Grundvoraussetzungen infolge der hohen Verfügbarkeit an Breitbandanschlüssen und mobilen Endgeräten, haben sich die Hersteller in der Vergangenheit scheinbar vorrangig auf technische Innovationen konzentriert, ohne die Bedürfnisse der Kunden zu berücksichtigen. Darüber hinaus wurde seitens der Hersteller darauf verzichtet, einen einheitlichen Kommunikationsstandard zu entwickeln, der eine einfache Integration unterschiedlicher Geräte und Technologien gewährleistet, ohne über ein tieferes, technisches Grundverständnis für die Inbetriebnahme zu verfügen (Plug-and-play-Prinzip). Die damit verbundene geringe Akzeptanz bzw. Berührungsängste der weniger technikaffinen Konsumenten und hohe Einstiegspreise für Smart Home-Systeme und -Komponenten führten folglich zu einer geringeren Wachstumsrate der Marktpenetration als ursprünglich angenommen. Nach einer Umfrage von Statista im Jahr 2015 liegt die aktuelle Penetration in Deutschland mit rund 300.000 Haushalten bei unter 1 %.

Im Folgenden möchten wir Ihnen einen Überblick über Smart Home-Systeme und deren vielfältige Anwendungsfelder sowie die Marktentwicklung und -struktur geben. Hierbei betrachten wir die zugrunde liegenden Treiber und evaluieren jeweils Chancen und Risiken für die im Markt befindlichen Anbieter. Abschließend erläutern wir die Transaktionsentwicklung und analysieren die zu beobachtenden Akquisitionsmotive.

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