Spendenübergabe für das Projekt „EinDollarBrille“

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Weltweit leben über etwa 700 Millionen Menschen mit eingeschränkter Sehschärfe. Für etwa 150 Millionen Menschen, insbesondere in den wirtschaftlich weniger entwickelnden Ländern, ist allerdings selbst eine einfache Brille entweder zu teuer oder schlicht nicht beschaffbar. Hier setzt der in Erlangen gegründete Wohltätigkeitsverein „EinDollarBrille“ an. Er will all‘ jenen, die aufgrund ihrer Sehbehinderung vom Lernen, Arbeiten und sozialen Teilhaben ausgeschlossen sind, eine einfache und kostengünstige Unterstützung bieten. Herzstück der Wohltätigkeitsarbeit ist eine aus leichtem und biegsamem Federstahlrahmen hergestellte Brille, deren Materialkosten in Summe etwa einen Dollar betragen und deren Herstellung in jedem noch so abgelegenen Ort durch mechanische Biegemaschinen unkompliziert durchgeführt werden kann.

Aufmerksam wurde die Baker Tilly Stiftung auf „EinDollarBrille“ durch den Vorschlages von Michael Emig, Partner von Baker Tilly in Nürnberg: „Die EinDollarBrille löst für viele Millionen Menschen ein essentielles Problem. Für die Kinder, die dank der neugewonnen Sehstärke wieder in die Schule gehen können, sowie für die Erwachsenen, die dadurch wieder einer Beschäftigung nachgehen können, schafft die Brille im wahrsten Wortsinn eine völlig neue Perspektive in der persönlichen Lebensgestaltung. Ein Projekt also, das wunderbar zu der gesellschaftlichen Verantwortung passt, der Baker Tilly mit seiner Stiftung nachkommen möchte“, äußerte sich Michael Emig zufrieden bei der offiziellen Übergabe des Spendenschecks in Höhe von 3.000 Euro gemeinsam mit Andrea Meyer, Partnerin in Nürnberg, und Prof. Dr. Martin Pätzold, dem Leiter der Baker Tilly Stiftung. 

Die Idee hinter der „EinDollarBrille“ ist recht einfach und im Grunde Hilfe zur Selbsthilfe für Dritte Welt Länder: ehrenamtliche und fest angestellte Mitarbeiter bilden junge Frauen und Männer in dörflichen Regionen, beispielsweise in Indien, Malawi oder Burkina Faso, zu EinDollarBrille-Optikern aus und stellen diese die für weitere Produktion notwendigen Ressourcen zur Verfügung. Ein Sechser-Team kann so mit einer Biegemaschine etwa 50.000 Brillen pro Jahr herstellen und so einerseits für sich selbst eine eigene wirtschaftliche Existenz gründen und andererseits in der Region einen Beitrag leisten, Sehschärfe-Beeinträchtigungen bei den Ärmsten der Armen einzudämmen.

Weitere Informationen zur EinDollarBrille erhalten Sie hier >>

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