Recht: Arbeitnehmerwunsch stellt Sachgrund für Befristung dar

|  MandantenInformation 7/2015

Nach einer Entscheidung des LAG Baden-Württemberg (Urteil vom 04.03.2015 – 2 Sa 31/14) kann der Wunsch eines Arbeitnehmers nach einer nur zeitlich begrenzten Beschäftigung die Befristung des Arbeitsverhältnisses sachlich rechtfertigen.

Nach einer Entscheidung des LAG Baden-Württemberg (Urteil vom 04.03.2015 – 2 Sa 31/14) kann der Wunsch eines Arbeitnehmers nach einer nur zeitlich begrenzten Beschäftigung die Befristung des Arbeitsverhältnisses sachlich rechtfertigen.

Der Wunsch des Arbeitnehmers nach nur zeitlich begrenzter Beschäftigung stelle einen Unterfall eines in der Person des Arbeitnehmers liegenden Grundes gemäß § 14 Abs. 1 Nr. 6 TzBfG dar. Allerdings müssten zur Annahme eines solchen Arbeit-nehmerwunsches objektive Anhaltspunkte vorliegen, aus denen ein Interesse des Arbeitnehmers an einer Befristung geschlossen werden könne. Im vorliegenden Fall sei zwar die Initiative vom Arbeitgeber ausgegangen, allerdings habe dieser den Arbeitnehmern einen weiten Überlegungszeitraum eingeräumt und deren Entschei-dungsfreiheit in keinerlei Weise beeinträchtigt. Das LAG Baden-Württemberg hat in seiner Begründung entscheidend auf die unbeeinträchtigte Entscheidungsfreiheit des Arbeitnehmers sowie auf die wirtschaftliche Kompensation, auf die sich der Arbeit-nehmer in Kenntnis der Tragweite seines Handelns nach reichlichem Überlegen ein-gelassen habe, abgestellt.

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