Industrie 4.0: Auswirkungen auf Geschäftsmodelle und Produktion

03.12.2015

Mit vernetzter Produktion und Smart Data zur Losgröße 1

Der Wunsch nach individuellen Produkten auf der einen und die Entwicklung innovativer Technologien auf der anderen Seite beschleunigt den Fortschritt in Richtung Industrie 4.0 ungemein. Gleichzeitig stoßen neue Wettbewerber aus dem IT-Sektor in den Markt vor und drohen bestehende Kräfteverhältnisse und Branchengrenzen zu verschieben.

Die Digitalisierung verspricht durch den Einzug cyberphysischer Systeme (CPS) in die Fabriken und durch die horizontale und vertikale informationstechnische Verknüpfung aller Unternehmensbereiche den nächsten Effizienzschub entlang der Wertschöpfungskette sowie die Ermöglichung von Mass Customisation. Die Vision ist eine Smart Factory zu realisieren, in der sich Fertigungsanlagen und Logistiksysteme mittels produktindividueller Selbststeuerung weitestgehend organisieren.

Der mittelständisch geprägte Maschinen- und Anlagenbau nimmt in diesem Zusammenhang eine ganz besondere Rolle ein und wird deshalb in dieser Studie exemplarisch behandelt. Als "Fabrikausrüster der Welt" legt der Maschinenbau den Grundstein für die erfolgreiche (R)Evolution der produzierenden Industrie. Dabei hat er die einmalige Chance, eine enorme Wertschöpfungssteigerung zu realisieren.

Es ist fraglich, inwieweit die Digitalisierung der Produkte für die langfristige Sicherung der eigenen Marktposition genügt. Müssen nicht auch Unternehmensstrategie, Geschäftsmodell sowie Organisation und Prozesse grundsätzlich auf den Prüfstand gestellt werden? Essenzielle Herausforderungen sind hierbei unter anderem die Digitalisierung des Wertangebots, die Beibehaltung der direkten Kundenbeziehungen, trotz Bedrohung durch Plattformen wie Ali Baba sowie die Vernetzung aller Unternehmensbereiche entlang dem Produktlebenszyklus.

Gelingen kann diese strategische Neuausrichtung nur mit einem langfristig angelegten Stufenplan. Zu diesem Zweck hat Baker Tilly Roelfs ein „Strategiehaus“ entwickelt, das es Unternehmen ermöglicht unmittelbar erste Erfolge zu generieren und eine langfristige Strategie zu entwickeln. Im ersten Schritt sind Sofortmaßnahmen vorgesehen, bei denen die Unternehmen für ausgewählte Produkte und Serviceleistungen kurzfristig Digitalisierungsmaßnahmen umsetzen. So können beispielsweise mit der Integration von vernetzten Sensoren und Aktoren in die eigenen Produkte zur präventiven Instandhaltung erste Erfahrungen gesammelt und gleichzeitig ein konkreter Kundennutzen geschaffen werden. Zeitgleich wird die Implementierung einer geeigneten Strategie und eines geeigneten Geschäftsmodellsfür das Unternehmen 4.0 vorbereitet. Dazu sehen wir grundsätzliche Strategieoptionen, die sich in Wertschöpfungstiefe und Digitalisierungsgrad differenzieren. Unser Leitfaden ermöglicht mit konkreten Fragestellungen die Auswahl der jeweils individuell angemessenen Strategieoption.

Die deutsche Industrie bringt gute Voraussetzungen mit, um die eigene Marktposition auch im Zeitalter von Industrie 4.0 weiter zu stärken. Zur Erfolgsstory wird es dann, wenn es gelingt, die digitale Transformation konsequent voranzutreiben statt ihr zu folgen – unter Berücksichtigung innovativer Technologien und Produkte, aber auch unter Berücksichtigung des Unternehmen als Ganzes.

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